Im Zeitraum von 2023 bis 2024 hat die Deutsche Gesellschaft Juniorprofessur (DGJ) eine Umfrage unter ihren Mitgliedern zu den Rahmenbedingungen ihrer Juniorprofessuren durchgeführt.


Im Zeitraum von 2023 bis 2024 hat die Deutsche Gesellschaft Juniorprofessur (DGJ) eine Umfrage unter ihren Mitgliedern zu den Rahmenbedingungen ihrer Juniorprofessuren durchgeführt.

Zwei Jahrzehnte ist sie her: die Einführung der W-Besoldung für Professuren. Mit der Umstellung wurde nicht nur die Kategorie der Juniorprofessur (W1) neu etabliert, sondern auch das Aushandeln von individuellen Leistungszulagen ermöglicht, die zum Grundbehalt hinzukommen. Bisher sind die Reformrufe verhallt, doch angesichts des auch die Wissenschaft immer mehr treffenden Fachkräftemangels ist es dringend notwendig, endlich auch die Professuren stärker in den Blick zu nehmen.

Eigentlich sind sich alle einig: Karrierewege in der Wissenschaft müssen planbarer werden und das heißt vor allem, dass die Entscheidung über den dauerhaften Verbleib im System deutlich früher fallen muss.

Vor Kurzem haben Robert Kretschmer und Johannes Teichert an dieser Stelle ihr USB-Modell für eine Reform der akademischen Karrierewege vorgestellt. Grundsätzlich gibt es nach diesem Vorschlag nach der Promotion drei Wege, wie die wissenschaftliche Karriere weitergehen kann: die Professur, die unbefristete Mitarbeiterstelle oder das Ausscheiden aus der Wissenschaft.

Die Deutsche Gesellschaft Juniorprofessur (DGJ) begrüßt den Stellenwert, den Wissenschaft und wissenschaftliche Karrierewege im vorgelegten Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP haben.

Schon zum dritten Mal ist es innerhalb eines Dreivierteljahres auf Twitter zu einem Aufschrei über die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft gekommen.